Große Ankündigung, kleiner Wurf: von der Leyen´s Autopaket entpuppt sich als Mogelpackung
- Andreas Glück

- 17. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Zur Vorstellung des Autopakets und der Anpassung der CO2-Flottengrenzwerte für PKWs durch die EU-Kommission erklärt Andreas Glück, klimapolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament:
„Vollmundig haben Frau von der Leyen und Herr Weber das Aus für das Verbrenneraus
und die Rückkehr zur Technologieoffenheit angekündigt. Der heutige Vorschlag bleibt
weit hinter den Erwartungen zurück. Die Union ist als Tiger gesprungen und als
Bettvorleger gelandet.“
Während bisher für neu zugelassene PKWs ab 2035 eine CO2-Reduktion von 100% am
Auspuff vorgeschrieben ist - ein de facto Verbot für den Verbrennungsmotor - sollen in
Zukunft in begrenztem Umfang Grünstahl und erneuerbare Kraftstoffe zur CO2-
Reduktion angerechnet werden dürfen.
„Der Vorschlag ist eine Mogelpackung. Das Grundproblem - der Tailpipe-Ansatz - bleibt
bestehen. Der Vorschlag der von der Leyen-Kommission schafft viel zusätzliche
Bürokratie, ohne nennenswerte Verbesserungen in der Praxis zu erreichen. Vom Schritt
zu Technologieoffenheit kann keine Rede sein. Eine Reduktion des 2035-Ziels von 100%
auf 90% bedeutet, dass Technologieoffenheit nur zu 10% zugelassen wird.“
Glück fordert echte Technologieoffenheit:
„Für die FDP ist klar: erneuerbare Kraftstoffe müssen vollumfänglich angerechnet
werden. Nur so stellen wir sicher, dass alle Technologien zur Dekarbonisierung des
Verkehrssektors ihren Beitrag leisten können. Mit erneuerbaren Kraftstoffen kann auch
ein Verbrennungsmotor klimaneutral betrieben werden. Nur mit echter
Technologieoffenheit können wir in Europa die besten und günstigsten Technologien
entwickeln, die weltweit zum Einsatz kommen. Gut für Innovation, gut für das Klima
und gut für Arbeitsplätze in Europa. Dies werden wir auch zukünftig bei der
Erarbeitung der Parlamentsposition mit voller Hingabe vertreten“, so Andreas Glück.







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