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Pressemitteilung: Statement zur EU-Biodiversitäts-Strategie und EU-Ernährungs-Strategie

Aktualisiert: Juni 12

Nach der heutigen Vorstellung der EU-Biodiversitäts-Strategie sowie der EU-Ernährungs-Strategie durch die Europäische Kommission, sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP im Europäischen Parlament Andreas Glück:

„Die Fortschreibung der Biodiversitäts-Strategie bis 2030 ist sicher ein wichtiger Baustein des Europäischen Green Deal und ein wesentlicher Beitrag zur 15. UN-Biodiversitätskonferenz. Positiv hervorheben möchte ich insbesondere die Initiative zu Kooperation in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung. Denn Forschung, Wissenschaft und Wissensvermittlung bieten Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben für alle und Aufstiegspfade durch weltbeste Bildung und zukunftsfähige Fähigkeiten. Zudem helfen sie dem Menschen verantwortungsvolle eigene Entscheidungen zu treffen.

Generelle Pestizid- und Dünger-Reduktionsziele auf Unionsebene drohen jedoch an den spezifischen Gegebenheiten vor Ort vorbeizugehen. Flächenverbrauch ist einer der größten Treiber des Verlusts von Artenvielfalt. Gleichzeitig haben wir eine Verantwortung für weltweit 2 Mrd. Mangelernährte. Bei zunehmender Weltbevölkerung wird eine weniger ertragreiche heimische Landwirtschaft schnell zu neuen Konflikten führen.

Statt starrer Reduktionsziele auf EU-Ebene hätte ich dynamischere Anreize zu Innovation und Artenschutz begrüßt, die Umweltschutz und Arbeitsplätze zusammenbringen indem insbesondere lokale Gegebenheiten berücksichtigt und Stimmen vor Ort gehört werden.

Die Farm-to-Fork Strategie zielt auf nachhalte, widerstandsfähige Ernährungssysteme ab. Sie rückt zwei wichtige Gruppen in den Mittelpunkt: Produzenten und Verbraucher. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung spielt auch für mich eine entscheidende Rolle - wichtig ist, dass Lebensmittel nicht weggeworfen werden. Zudem kann, insbesondere beim Fleischkonsum, Regionalität eine wichtige Rolle spielen.

Der Überversimpflifizierung von Lebensmittelinformationen per verbindlichen Nutri-Scores stehe ich skeptisch gegenüber. Es besteht die Gefahr, dass künftig lokale landwirtschaftliche Erzeugnisse gegenüber auf diese Scores hin optimierten Produkten den Kürzeren ziehen - was weder im Sinne des Erzeugers noch im Sinne nachhaltiger Essgewohnheiten sein kann.“

Andreas Glück MEP

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